1Null7 – das Zuhause von Kunst, Yoga & Musik in Gelsenkirchen 

Kreativität ohne Grenzen

Beim 1Null7 sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Als Konzertlocation, Kunstshop und Yoga-Studio steht das Projekt aktuell allen Interessierten offen – aber schon morgen könnten hier wieder ganz andere Ideen darauf warten, entdeckt zu werden. Die Inhaber*innen Tanja Hartmann und Maik Rokitta erzählen euch am besten selbst, was euch im 1Null7 erwartet. 

April 10, 2024

Was genau ist das 1Null7 überhaupt? 

Maik: Vor sechs Jahren habe ich hier angefangen, da ich wusste, dass hier ein KreativQuartier entsteht. Ich bin hier in der Breitstraße geboren und bin dann zurück in meine Heimat, um sie mitzugestalten. Eigentlich hatte ich nur nach einer Werkstatt gesucht und die SEG hat mir dann erstmal nur den Laden und die Nutzung des Hofes angeboten. Und so fing das Ganze an.  

Erst habe nur den Laden genutzt, dann irgendwann die Werkstatt und die Galerie. So habe ich angefangen – und dann wurde alles immer größer. Nach einem Jahr kam Tanja dann dazu. 

Tanja: Wir haben uns über die Kunst kennengelernt. Maik schrieb mich über Instagram an, ob ich in seiner Galerie ausstellen wollen würde. Aber ich war auch single zu der Zeit… Und so kam es dann von einem zum anderen. Mittlerweile sind wir verheiratet. Es ist also nicht nur für die Leute, die hier hinkommen, eine Familie – wir leben das auch wirklich so vor. 

Und was genau erwartet die Leute hier vor Ort? 

Tanja: Seitdem ich Maik und den Laden kennengelernt habe, ist hier immer alles anders. Am Anfang war das der Laden, wo auch andere Künstler*innen drin waren. Mittlerweile machen wir den Laden alleine, weil wir zwei schon so viele unterschiedliche Kunstobjekte in petto haben. 

Maik: Auf der Mini-Rampe im Hof können Interessierte auch zum Skateboarden vorbeikommen. Auf Anfrage repariere ich hier in meiner Werkstatt auch immer noch Fahrräder.  
 
Die Upcycling-Geschichte mache ich derweil schon seit 10 Jahren und bin immer auf vielen verschiedenen Märkten unterwegs. Da habe ich dann viele Leute kennengelernt und die im Laden gegen eine kleine Miete eingebunden. Das hat auch gut funktioniert, bevor Corona kam. 

Vor Corona haben wir hier in diesem kleinen Raum auch noch Partys veranstaltet, wo wir jetzt mittlerweile Yoga anbieten. 

Tanja: Das haben die Leute auch nach Corona gesucht – mittlerweile biete ich 5 Mal die Woche Yoga an. Und das lief von vornherein gut. Die Teilnehmenden wachsen dann auch automatisch hier rein. Sie halten sich auch gerne hier draußen im Hof auf, nehmen an Yoga-Retreats teil oder sind Kund*innen im Laden. Das 1Null7 verbindet uns einfach alle miteinander. 

Im Sommer hatte ich hier in der Galerie auch meine eigene kleine Ausstellung.  

Maik: Die Galerie vermieten wir auch temporär an andere Künstler*innen. Und wir veranstalten auch regelmäßig Konzerte, wo dann Bands auf der Rampe oder im Laden auftreten.  

Kommen die Bands für Konzerte dann auf euch zu oder ist das euer eigenes Netzwerk? 

Maik: Sowohl als auch. Viele, die schonmal hier waren, kommen dann auch gerne wieder. Es kommen aber auch immer wieder neue Bands dazu. 

Tanja: Viele schreiben uns einfach über die Homepage, wann wir Zeit haben. Das ist ja auch schön, weil sie dann wieder andere Leute mitbringen. Wir hatten hier musikalisch schon alles außer Schlager. Die Nachbarschaft hat auch nichts dagegen, da kommen die Leute sogar eher mal neugierig vorbeischauen, was hier gerade so passiert. Gibt es heute Currywurst oder Kunst? 

Wie können sich die Leute denn für die Yoga-Kurse anmelden? 

Tanja: Das geht ganz einfach über unsere Website. Sie können dann frei wählen, ob sie direkt öfter kommen wollen oder erstmal nur einmal. Es gibt auch mittlerweile 10er-Karten. Ich will allen Yoga ermöglichen und es sind alle willkommen – egal ob mit Vorkenntnissen oder ohne, egal welches Geschlecht. Meine jüngste Schülerin war 12 – in Kooperation mit dem Mädchenzentrum – und meine älteste Schülerin war 79. Das ist schon cool. Wir wollen ein geschützter Raum sein, daraus entstand dann auch die Kooperation mit dem Mädchenzentrum und dem Frauenhaus.  

Die Teilnehmerinnen sprechen mittlerweile schon selbst von der Yoga-Community des 1Null7. Es freut mich natürlich sehr, dass sie sich hier so zugehörig fühlen. Wir machen über die Kurse hinaus auch gemeinsam kleine Veranstaltungen, zum Beispiel hatten wir jetzt zur Sommersonnenwende gemeinsam am Lagerfeuer gesessen. 

Die aktuellen Zeiten der Yogakurse: 

Montag: 18 Uhr 
Dienstag: 8:30 Uhr 
Donnerstag: 18 Uhr 
Freitag: 18 Uhr 
Sonntag: 9 Uhr 

Die Kurse dauern jeweils 60-90 Minuten. Über die Homepage könnt ihr euch für die Kurse anmelden. 

Die Yoga Retreats finden ebenfalls im 1Null7 statt. Ein Wochenende lang machen die Teilnehmenden gemeinsam Ückendorf unsicher, der Fokus liegt aber natürlich auf Yoga-Einheiten und dem künstlerischen Entfalten. 

Und welche Kunst stellt ihr im Atelier aus? 

Tanja: Wir sind offen für alles. Die meisten, die hier ausstellen, sind tatsächlich hier aus der Ecke. Wir hatten hier schon ganz kritische Themen, zum Beispiel eine Ausstellung zum Thema Missbrauch, aber auch ganz lustige Sachen. Kunst ist ja für alles da.  

Aktuell stelle ich hier meine eigene Kunst aus. Die Kunstwerke sind alle seit dem Beginn des Ukrainekriegs entstanden. Mir ist es wichtig, auch kritische Themen nicht ausschließlich traurig darzustellen, stattdessen versuche ich, sie trotzdem mit bunten Farben abzubilden.  

Kunst soll natürlich zum Nachdenken anregen, aber auch Spaß machen. Daher arbeite ich mit ganz einfachen Aussagen, wie hier: „Keiner mag sie, die Nazis“. Von dieser Ausstellung konnte ich echt viele Kunstwerke verkaufen, auch T-Shirts. In der Ausstellung ist auch unser 1Null7-Piepmatz zu sehen, unsere eigenes Maskottchen. 

Und was verkauft ihr im Shop? 

Maik: Ich verkaufe da vor allem meine ganzen Upcycling-Projekte.  

Tanja: Und ich male jetzt auch wieder mehr, meine Bilder verkaufen wir da also auch. Und ansonsten natürlich auch T-Shirts mit unserem Logo. Wir haben immer freitags und samstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet, da kann einfach jeder vorne einfach reingehen.  

Maik: Im Online-Shop verkaufen wir aber noch viel mehr als hier bei uns vor Ort.  

Wie finden die Leute denn heraus, was hier demnächst stattfindet? 

Maik: Einfach über die Website, Instagram oder Facebook. Das sind unsere Hauptseiten. Für größere Konzerte verkaufen ihr auch vorher mal Tickets.  

Was bedeutet euch das Quartier als Standort? 

Tanja: Sehr viel, darauf sind wir ja auch angewiesen. Hier auf der Bochumer Straße entstehen auch ganz oft Kooperationen. Als wir hier letztens eine Veranstaltung hatten, hat Djammeh zum Beispiel seine Cocktails hier verkauft. Wir haben auch schöne Sommerabende in der Trinkhalle verbracht. Und DieJulia hat bei meinem letzten Yoga Retreat alle Teilnehmenden mit Essen versorgt. Wir halten hier wirklich alle zusammen – Das ist echt dankbar. Ist auf der Straße was los, haben wir ja alle was davon. 

Habt ihr schon neue Projekte und Ideen für die Zukunft des 1Null7 im Kopf? 

Tanja: Wir schauen immer eher spontan. Aber wenn jemand Ideen hat, sind wir für alles offen. Es können einfach alle vorbeikommen. Wir kooperieren ja auch mit Frauenhäusern oder anderen Sozialprojekten . 

Wir sind auch deswegen da, wo wir sind, weil wir so offen für alles sind. In der Regel kommen deswegen auch alle wieder. Wir freuen uns über alle Menschen, Groß und Klein. 

Ihr habt Interesse an Ausstellungen, Workshops oder ein Projekt mit 1Null7? Oder wollt ihr das 1Null7 als Konzertlocation buchen? Egal ob Künstler*in, Privatperson, Band, Lehrkraft oder Sozialprojekt- meldet euch einfach direkt bei Tanja und Maik.  
 
Website: https://www.1null7.de/  

Facebook: https://www.facebook.com/1null7daszuhause  

Instagram: https://www.instagram.com/1null7daszuhause/?hl=de  

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Zukunftspartnerschaft in Gelsenkirchen

Neues Leben für eine ganze Stadt.

Mehr Raum. Mehr Möglichkeiten. Mehr Zukunft. In unserer Stadt steckt noch Potential für jede Menge frischen Wind. Aus diesem Grund haben sich das Land NRW und die Stadt Gelsenkirchen zusammengetan, um die „Zukunftspartnerschaft Wohnen“ in Gelsenkirchen ins Leben zu rufen. Als SEG sind wir ein fester Teil dieses neuen Projekts.