Sisterhood – FLINTA* im Graffiti

Ein starkes Zeichen für Zusammenhalt im Kreativ.Quartier Ückendorf

Ende Oktober 2025 zeigte Ückendorf einmal mehr, wie viel kreatives Potenzial und gemeinschaftliche Kraft im Quartier steckt. Die Wanderausstellung „Sisterhood – FLINTA* im Graffiti“ brachte Farbe und Haltung zu uns und machte Empowerment zum DIY-Erlebnis. 

Dezember 8, 2025

Neun Tage lang wurde ein Raum geschaffen, in dem Kunst, Haltung und Gemeinschaft zusammenkamen. Dabei wurde ein weiteres Mal deutlich, wie sehr Kreativität bereits Teil unserer urbanen Subkultur im Quartier ist. 

Ein Kunst-Event, das Räume öffnet 

Graffiti gehört schon lange zu einer lebendigen Stadtkultur. Bis heute sind aber viele Räume der urbanen Szene männlich geprägt. „Sisterhood – FLINTA* im Graffiti“ setzt genau hier an: Die Wanderausstellung stellte die Perspektiven und Arbeiten von FLINTA*-Künstler*innen in den Mittelpunkt und lud gleichzeitig alle Menschen im Quartier ein, die Vielfalt der Szene neu zu entdecken. FLINTA meint dabei Frauen, Lesben, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Personen. 

Über audiovisuelle Beiträge, persönliche Geschichten und Workshops entstand direkt in unserem Quartier ein Ort des Austauschs, an dem Menschen aus Graffiti-, Jugend- und Fanszene zusammenfanden. Genau das, wofür wir in Ückendorf stehen möchten. 

Ein vielfältiges Programm für ein vielfältiges Quartier 

Die Auftaktveranstaltung am 25. Oktober zeigte bereits, wie offen das Format gedacht war: Bei Musik vom Plattenteller, freien Wänden und ersten kreativen Aktionen kamen Menschen aus dem Stadtteil und darüber hinaus zusammen. Jugendliche entwickelten bei den Sketchcorners des Fanprojekts Gelsenkirchen eigene Ideen, Filmabende boten Raum für Reflexion, und ein Konzert mit Jolly Wav und Funky Koala setzte emotionale Akzente. 

Am 1. und 2. November gehörten die Wände ausschließlich FLINTA*-Personen, die die Möglichkeit bekamen, sich frei auszudrücken und ihre Spuren im Stadtteil zu hinterlassen. So wurde Kunst zu einem Statement, das noch lange in unserem Quartier zu sehen bleibt.. 

Ein kreativer Gegenentwurf in herausfordernden Zeiten 

Gerade im Jahr der Absage des CSDs in Gelsenkirchen und den beunruhigenden Entwicklungen rund um die versuchte Errichtung eines „Nazikiezes“ im benachbarten Essen-Kray war diese Ausstellung mehr als ein kulturelles Format. Sie war ein bewusst gesetzter Raum für Empowerment, Zusammenhalt und künstlerische Selbstbestimmung. 

Ein starkes Zeichen aus Ückendorf 

„Sisterhood – FLINTA* im Graffiti“ hat gezeigt: In der Subkultur ist Platz für Zusammenhalt, Solidarität und Empowerment. Damit war die Wanderausstellung in unserem Quartier genau am richtigen Ort. Als SEG freuen wir uns ganz besonders darüber, dass bei uns so viel Gemeinschaft spürbar wird und sind schon gespannt auf die vielen tollen Events, die wir in Zukunft ums Eck miterleben dürfen. 

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