Taste of Masala

Familienküche und Nachbarschaft an der Bochumer Straße

Indisches Essen, das nach Heimat schmeckt, mitten in Ückendorf. Taste of Masala ist ein Familienbetrieb, der zeigt, wie viel Herz, Qualität und Gemeinschaft in einem kleinen Restaurant stecken können. Bereits vor dem Umzug in die frisch sanierte Immobilie an der Bochumer Straße 95 gehörte das Lokal fest zum kulinarischen Bild der Straße. Wieso der Umzug ins neue Lokal einige Hausnummern weiter trotzdem ein wichtiger Schritt war, erklärt Familie Ganeshwaran. 

März 30, 2026

Wie hat alles angefangen? 

Wir haben ursprünglich an der Bochumer Straße 135 angefangen, in einem kleinen Ladenlokal, das wir mit viel Eigeninitiative hergerichtet haben. Damals wollten wir einfach ausprobieren, ob indische Küche in Ückendorf überhaupt funktioniert. Die Antwort kam schnell: Ja, sie funktioniert. Die Gäste kamen, viele blieben, und wir merkten, dass hier großes Potenzial liegt. 

Als die SEG uns dann ansprach, ob wir in eine ihrer Immobilien umziehen möchten, war für uns sofort klar: Das ist die Chance, uns weiterzuentwickeln. Wir hatten die Wahl zwischen zwei Objekten und entschieden uns für die Nummer 95, hier gibt es mehr Platz in der Küche, einen hellen Gastraum und große Fenster. Es passte einfach. 

Wie sah der Raum vorher aus und was hat sich verändert? 

Die neue Fläche war früher eine kleine, unbewohnte Wohnung, die stark renovierungsbedürftig war. Das Treppenhaus verlief mitten durch den Raum, die Wände waren alt, die Leitungen marode. Gemeinsam mit der SEG wurde daraus Schritt für Schritt ein richtiges Restaurant. 

Die SEG hat die Sanierung der Fläche übernommen, und zwar von der Elektrik über die Wasserleitungen bis hin zu Fenstern und weiteren baulichen Maßnahmen. Wir konnten darüber hinaus viele eigene Vorstellungen einbringen, etwa bei der Planung der Anschlüsse sowie bei der Gestaltung von Wänden, Decken und Böden. So ist ein Raum entstanden, der sowohl funktional als auch gestalterisch perfekt zu „Taste of Masala” passt.  

Das Ergebnis ist ein freundlicher Raum mit offenen Sichtachsen und einer Küche, die endlich genug Platz für alles bietet. Seit Februar 2024 sind wir hier eingezogen, und im Sommer haben wir offiziell eröffnet. 

Wie würdet ihr eure Küche beschreiben? 

Wir kochen immer frisch und achten bei unseren Zutaten auf Qualität, Herkunft und verantwortungsvolle Beschaffung. So kommt das Hähnchen aus Deutschland und beim Lamm aus Neuseeland achten wir auf gute Qualität und Haltungsbedingungen. Wir beziehen viele unserer Gemüsesorten sowie Milch, Joghurt und Kokosmilch in Bio-Qualität. Unser Hauptlieferant arbeitet CO₂-neutral und auch bei den Garnelen achten wir auf eine verantwortungsvolle Herkunft. Wo es wirtschaftlich möglich ist, werden wir diesen Weg Schritt für Schritt weitergehen. 

Viele Speisen gibt es auch vegetarisch oder vegan. Da wir frisch auf Bestellung kochen, können wir gut auf Sonderwünsche eingehen, solange das Grundrezept nicht völlig verändert wird. Das schätzen unsere Gäste sehr. 

Ihr habt auch ein besonderes Ritual zur Eröffnung gefeiert, was hat es damit auf sich? 

Bevor wir unseren Restaurantbetrieb aufgenommen haben, haben wir am frühen Morgen eine hinduistische Zeremonie durchgeführt. Ein traditionelles Ritual, das vor dem Beginn einer neuen Geschäftstätigkeit für Glück, Frieden und einen guten Verlauf stehen soll. 

Das war für uns ein ganz besonderer Moment: Gegen drei Uhr morgens saß unsere ganze Familie bereits im Restaurant, dessen Boden noch mit Baustellenfolie bedeckt war. Die Zeremonie begann so früh, da sie traditionell noch vor Sonnenaufgang beendet sein sollte. Wir entzündeten das Feuer, sprachen Mantras und bereiteten Milch und süßen Reis zu, den wir anschließend miteinander teilten. Kurz danach kamen schon die Handwerker und staunten nicht schlecht. Es war ein schöner Start, der uns viel bedeutet. 

Warum seid ihr in Ückendorf geblieben? 

Wir hätten die Möglichkeit gehabt, in andere Städte oder Stadtteile zu ziehen. Trotzdem war für uns schnell klar, dass wir in Ückendorf bleiben wollen. Wir fühlen uns hier wohl, die Menschen kennen uns und mit der Zeit ist eine enge Verbindung zum Stadtteil entstanden. In Ückendorf erleben wir, dass Qualität, Nachhaltigkeit und persönliche Beziehungen geschätzt werden. Das entspricht auch genau unserer eigenen Haltung. 

Auch das Miteinander unter den Betrieben ist etwas Besonderes. Wir tauschen uns regelmäßig mit unseren Nachbarn aus Olivia, mit Djammeh, mit dem Café Ütelier,  oder Marius’ Bar. Man hilft sich gegenseitig, teilt Lieferantenkontakte, denkt sogar über gemeinsame Werbeaktionen nach. Es gibt kein Konkurrenzdenken, im Gegenteil: Jeder bringt etwas Eigenes ein, und genau das macht die Straße lebendig. 

Welche Rolle spielt Kunst und Gestaltung in eurem Restaurant? 

Die Künstlerin Godana Karawanke aus dem Atelierhaus gegenüber hat für uns eine Reihe von Bildern gestaltet. Sie hat sich von den Farben der Gewürze inspirieren lassen: Kurkuma, Chili, Kardamom, Koriander, und daraus leuchtende Werke geschaffen, die jetzt bei uns im Gastraum hängen. 

Die Bilder sind nicht nur Dekoration, sondern auch Teil unserer Geschichte. Gäste können sie sogar kaufen. So wird das Essen zum Ausgangspunkt für Kunst, und unser Restaurant verbindet Kulinarik und Kreativität auf natürliche Weise. 

Was plant ihr für die Zukunft? 

Der nächste Schritt ist die Außengastronomie. Sobald die Baustelle vor der Tür abgeschlossen ist, wollen wir draußen Sitzplätze anbieten. Außerdem arbeiten wir an einer eigenen Gewürzlinie: hochwertige Bio-Gewürze direkt aus Indien, fair produziert und für unsere Küche bestimmt. Langfristig möchten wir diese Gewürze irgendwann auch online anbieten. 

Parallel haben wir Flyer verteilt, eine neue Homepage aufgebaut und sind auf Social Media aktiver geworden. Das hilft, auch während der Bauphase sichtbar zu bleiben. Unser Mittagsgeschäft läuft inzwischen richtig gut, viele Gäste kommen regelmäßig, besonders aus dem Wissenschaftspark. 

Was bedeutet euch Ückendorf als Standort? 

Für uns ist Ückendorf mehr als nur ein Standort. Wir erleben hier täglich, wie Nachbarschaft funktioniert: freundlich, hilfsbereit und interessiert. Dabei hat uns die SEG nicht nur durch die Bereitstellung von Räumen, sondern auch durch die Begleitung bei der Entwicklung unseres Restaurants unterstützt. 

Wir sind froh, Teil dieser Straße zu sein. Hier entsteht etwas Besonderes, und wir wollen dazu beitragen, dass die Bochumer Straße weiter zu einem Ort wird, an dem gutes Essen, Kultur und Gemeinschaft zusammengehören. 

 

Und wir als SEG sind froh, dass das Taste of Masala so ein wichtiger Teil unseres Quartiers geworden ist! 

Auf der Website könnt ihr alle News zum Taste of Masala entdecken, reservieren und bestellen. Auf der Instagram-Seite gibt es außerdem weitere Updates.

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