Helga Sander geht in den wohlverdienten Ruhestand

Ein großes Kapitel geht vorbei

Mitte Juli hat Helga Sander die SEG nach einem Jahrzehnt verlassen. Wer die SEG kennt, kennt Helga Sander. Denn ohne sie wäre vieles von dem, was heute in Ückendorf und Buer sichtbar ist, schlicht nicht da.

August 19, 2026

Von Anfang an dabei

2011 wurde die SEG gegründet. Seit 2016 war Helga Sander als erste hauptamtliche Geschäftsführerin der SEG schon sehr früh dabei. Zu diesem Zeitpunkt, als die ersten Immobilien an der Bochumer Straße angekauft wurden und das Quartier noch weit davon entfernt war, das zu sein, was es heute ist, hat sie angefangen, die Dinge in Gang zu bringen. Das braucht Ausdauer, strategisches Geschick und den Willen, auch dann weiterzumachen, wenn es kompliziert wird. Helga hat diese Aufgabe angenommen und schon damals gewusst, was noch in unserem Quartier steckt.

Mehr als 30 Immobilien hat die SEG inzwischen an der Bochumer Straße in den Bestand genommen. Hinter jeder steckt Überzeugungsarbeit, Verhandlung, manchmal auch Sturheit. Das „Bügeleisen“-Haus an der Bochumer Straße 99 ist so ein Beispiel: Der Eigentümer wollte zunächst gar nicht verkaufen. Helga Sander hatte einen langen Atem. Und am Ende überzeugt.

Häuser, die erzählen

Besonders am Herzen lag ihr das Haus Reichstein. Das Gebäude aus dem Jahr 1902 war einmal der gesellschaftliche Mittelpunkt des Quartiers, bis es irgendwann einfach verfiel. Abreißen? Kam nicht in Frage.

Heute ist das Haus Reichstein ein Modellprojekt für nachhaltige Altbausanierung – mit Café, Stadtteilbüro und Ausstellungshaus mit regelmäßigen Führungen. Genau die Art Projekt, die zeigt, was Stadtentwicklung sein kann, wenn man es richtig angeht.

Ganz andere Dimensionen, ganz andere Aufgabe: der Buersche Waldbogen. Dort hat die SEG Baugrundstücke entwickelt und vergeben. Mittlerweile vollständig. Ein weiteres Projekt, das einen klaren Kopf, Durchhaltevermögen und eine langfristige Perspektive gebraucht hat. Und ein weiteres, das Helga maßgeblich gestaltet hat.

Abschied im Quartier

Verabschiedet haben wir Helga Sander so, wie es zu ihr passt: ohne große Bühne. Im Quartier, in einem kleineren Rahmen mit Weggefährt:innen aus dem Berufs- und Privatleben. Menschen, mit denen sie über die Jahre zusammengearbeitet, gestritten und etwas aufgebaut hat.

Wer Helga kennt, weiß: Sie steht nicht gerne im Mittelpunkt. Deshalb auch hier kein langes Loblied. Nur so viel: Die Bochumer Straße sieht heute anders aus als 2011. Das hat viele Gründe. Helga Sander ist einer davon.

Neues Kapitel für die SEG

Die SEG bleibt. Tobias Clermont übernimmt die Geschäftsführung vollständig und macht da weiter, wo wir aufgehört haben: mit den Projekten, die laufen, den Plänen, die wir haben, und dem Quartier, das noch immer in Bewegung ist.

Helga, wir wünschen dir alles Gute für das, was jetzt kommt. Danke für ein Jahrzehnt SEG.

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