Abriss an der Hülsmann- und Üchtingstraße
An der Hülsmannstraße 24, 26, 28 und der Uechtingstraße 24 in Gelsenkirchen-Schalke-Nord vollzieht sich ein wichtiger Wandel. Die Wohngebäude, die lange Zeit für Stillstand und soziale Herausforderungen standen, sollen im Rahmen der Zukunftspartnerschaft Wohnen (ZPW) vollständig zurückgebaut werden. Der geplante Abriss markiert einen weiteren Meilenstein im Stadtumbauprozess und schafft Raum für neue Perspektiven im Quartier.
Januar 23, 2026
Ein schwieriges Kapitel: Leerstand, Verwahrlosung und Unsicherheit
Die betroffenen Immobilien in der Hülsmann- und Uechtingstraße waren einst klassische Wohngebäude. In den vergangenen Jahren jedoch gerieten sie zunehmend in Schieflage: entmietet, vernachlässigt, zuletzt entrümpelt. Besonders gravierend war die soziale Problematik vor Ort. Die Häuser galten über Jahre hinweg als Schlafstätten und Konsumräume für die lokale Drogenszene.
Die SEG, gemeinsam mit Polizei und Ordnungsamt, hat hier in enger Zusammenarbeit reagiert: Durch regelmäßige Ortskontrollen und gezielte Objektsicherungsmaßnahmen konnte die Lage beruhigt und die Gebäude weitgehend gesichert werden.
Der Rückbau kommt: Abriss bis Ende 2026 geplant
Die Planung sieht den vollständigen Abriss der vier Gebäude für das Jahr 2026 vor. Mit dem finalen Rückbautermin Ende 2026 endet ein schwieriges Kapitel in Schalke-Nord. Bis dahin werden die betroffenen Objekte weiterhin gesichert und durch das städtische Projektteam eng begleitet. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der technischen Umsetzung, sondern auch auf einem respektvollen Umgang mit dem Ort und seiner Geschichte.
Auch wenn für die freigeräumten Flächen noch keine konkrete Nachnutzung feststeht, ist klar: Der Rückbau ist der erste Schritt in eine bessere Zukunft für Schalke-Nord. Mit der unmittelbaren Lage an der neu gebauten Grundschule und Kita an der Kurt-Schumacher-Straße ergeben sich für das Areal große Chancen – so wird die Zone zum Schlüsselort für die Quartiersentwicklung.
Zukunftspartnerschaft Wohnen: Mehr als nur Abriss
Das Projekt an der Hülsmann- und Uechtingstraße ist Teil einer größeren Bewegung. Gelsenkirchen arbeitet im Rahmen der Zukunftspartnerschaft Wohnen seit Jahren daran, leerstehende und verwahrloste Gebäude zu beseitigen und neue Perspektiven für ganze Quartiere zu schaffen. Die Kooperation zwischen Stadt und Land NRW ermöglicht es, gezielt dort einzugreifen, wo der Markt versagt hat und die Lebensqualität leidet.
Mit mittlerweile mehr als 50 angekauften Problemimmobilien und über 15 Millionen Euro an Fördermitteln steht die ZPW für einen entschlossenen und nachhaltigen Stadtumbau. Und für das Versprechen: Kein Quartier wird aufgegeben.
Sicherheit hat Vorrang
Da die leerstehenden Gebäude trotz Sicherung vereinzelt von Unbefugten betreten werden könnten, bittet die SEG um Aufmerksamkeit. Wer verdächtige Aktivitäten bemerkt, wird gebeten, dies den zuständigen Stellen zu melden.
Auch wenn die konkrete Nachnutzung noch offen ist: Der erste Schritt ist getan. Mit dem geplanten Rückbau endet nicht nur ein schwieriger Abschnitt für die Anwohner*innen, sondern es öffnet sich auch Raum für Ideen, Beteiligung und neue Nutzungskonzepte.
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