Rückblick: Kommse Ücken am 13. September

Ein Abend voller Leben
Die Bochumer Straße hat am 13. September gezeigt, was in ihr steckt: Musik, Begegnungen und ausgelassene Stimmung bis spät in die Nacht. Schon früh füllten sich die Cafés, Ateliers und Hinterhöfe mit neugierigen Besucher*innen, die Lust hatten, Neues zu entdecken.

September 18, 2025

Menschen im Gespräch auf dem Event „Kommse Ücken?!“ in Ückendorf, das Gemeinschaft und lebendige Quartierskultur feiert.

Überall klang Musik durch die Straße, Stimmen mischten sich mit Gelächter, es duftete nach Getränken und Snacks. Wer an diesem Abend unterwegs war, konnte sich treiben lassen und von Ort zu Ort immer wieder in eine andere Welt eintauchen.

Sanfte Klänge zum Auftakt

Los ging es mit Janaqla im Café Ütelier. Ihr Indie-Deutschpop, geprägt von schwebenden Sounds und feinsinnigen Texten, schuf eine intime, beinahe poetische Atmosphäre. Gleich nebenan öffnete das Haus Reichstein seine Türen: Bei interaktiven Führungen konnten die Besucher*innen den städtebaulichen Wandel der Bochumer Straße hautnah erleben. Zwischen Musik und Geschichte war sofort klar: Dieser Abend hat viele Facetten.

Punk, Pop und jede Menge Energie

Ab 18 Uhr legte das 1Null7 Festival im Hinterhof los. Fünf Bands gaben sich hier die Klinke in die Hand und lieferten Punk, Alternative und Grunge vom Feinsten. Voodoocowboys, Latte, Milbendüse, Disintegrated und Secondhand Bubblegum brachten das Publikum zum Hüpfen, Tanzen und Mitsingen.

Parallel dazu füllte sich die Straße weiter: Bei Djammeh Juices sorgte „Die Grobe Liederwurst“ mit ihrer wilden Mischung aus Motörhead, Ton Steine Scherben und Die Kassierer für ein unvergessliches Konzert.

Und wer Lust auf Urban-Pop und Goth-Rap hatte, fand bei Llou im Kulturzentrum Hier Ist Nicht Da das passende Gegenprogramm – melancholisch, kraftvoll und einzigartig.

Bretter, Beats und Begegnungen

Nicht nur Musik prägte das Bild. Im ehemaligen Kauver verwandelte sich die Fläche in ein Paradies für Skate- und Musikfans. Unter dem Motto „Bretter und Bässe“ traf Skatejam auf DJ-Sets von Bim und Pheelia. Die einen rollten mit dem Board durch den Abend, die anderen ließen sich von den Beats mitreißen – ein Ort zum Zuschauen, Staunen, Chillen und Tanzen gleichermaßen.

Rock’n’Roll und hypnotische Sounds

Auch abseits der großen Bühnen gab es musikalische Überraschungen: Im Rosamunde sorgte Doc Nelli mit psychedelischem Rock für eine elektrisierende Stimmung, während nur wenige Meter weiter Freeway Cash die Trinkhalle am Flöz in eine Ruhrpott-Country-Rock’n’Roll-Bühne verwandelte. Bei Sedlmeier im GeOrgel gab es E-Gitarre, E-Drums und Rock’n’Roll mit Punk-Attitüde – eine Mischung, die für ordentlich Stimmung sorgte. Gleichzeitig überzeugte Jolly_wav mit einem genreübergreifenden Set aus Grunge, Dark Pop, Trap und Electronica, das persönliche Geschichten mit gesellschaftlichem Bewusstsein verband.

Tanz in die Nacht

Als die Straßenbeleuchtung längst das Kommando übernommen hatte, begann der elektronische Teil des Abends. Ab 21 Uhr hieß es bei Rosamunde: Buer kommt Ücken. Das Bueraner Buben Kollektiv brachte House und Trance in die Stadt und sorgte für eine der ungewöhnlichsten Clubbing-Collabs, die man hier je erlebt hat. Parallel dazu eroberte die Bochumer Partyreihe „Donner & Doria“ die Räume vom Hier ist nicht da. Mit emotionalem House und soulgetränktem Techno feierte sich das Publikum bis tief in die Nacht hinein.

Ein Viertel im Ausnahmezustand

Das Besondere an „Kommse Ücken“ war nicht nur die Vielfalt der Musik, sondern die Atmosphäre auf der gesamten Straße. Von Jung bis Alt waren alle unterwegs, Nachbarinnen kamen ins Gespräch, Freundinnen trafen sich wieder, neue Bekanntschaften entstanden. Es war ein Abend, an dem die Bochumer Straße zu einem großen, offenen Wohnzimmer voller Energie, Freude und Neugier wurde.

Vorfreude auf das nächste Mal

Ob Indie-Pop, Punk, Skatekultur oder Techno – dieser Abend hat gezeigt, wie bunt und lebendig das Viertel ist. „Kommse Ücken“ hat die Straßen gefüllt, die Menschen verbunden und ein starkes Zeichen für die kreative Kraft des Quartiers gesetzt. Eines ist sicher: Wer einmal dabei war, freut sich schon jetzt auf die nächste Ausgabe.

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